
Jedes Jahr, zur Frühlingszeit,
wenn es nicht mehr stürmt und schneit,
ist das große Hasentreffen:
Hasenonkeln, Hasenneffen,
Hasennichten, Hasentanten,
und die anderen Verwandten.
Hinterm Wald, am großen Feld,
liegt die Osterhasenwelt.
Dort finden sich dann alle ein,
ob jung, ob alt, ob groß, ob klein,
um die Arbeit zu verteilen,
denn sie müssen sich beeilen.
Keine Zeit, um aus zu ruh´n,
gibt`s doch allerhand zu tun.
Eier Sammeln bei den Hennen,
gut, dass sie die Hasen kennen:
Sonst gäbe es ein Mordsgeschrei,
schon wär die Aktion vorbei.
Nachher wird gemalt, poliert,
dass kein Ei an Glanz verliert.
Nester bauen, Eier rein.
Nicht nur schauen, fleißig sein.
Alle Hasen schwärmen aus,
hoppeln leis von Haus zu Haus.
Dann ist Ostersonntagfrüh,
Ende hat nun Plag und Müh.
Schön war das Hasentreffen zwar,
doch jetzt ist Ruh, bis nächstes Jahr.
© Berta Berger 2008