Wäre ich der Osterhase,
säße ich im hohen Gras.
Einen Käfer auf der Nase,
Ei, das wär ein Riesenspaß.

Als Osterhase würd ich springen,
über Wiesen, Stock und Stein,
Tät Kindern Ostereier bringen,
Ja, das wäre wirklich fein.

Ich suchte ausgefallene Verstecke,
dort, wo sicher keiner schaut.
Hinterm Kasten, in der Ecke,
damit niemand die Nester klaut.

Ich hätte gern ein weiches Fell,
weiß, braun oder grau.
Könnte laufen, weit und schnell,
im Feld und durch die Au.

Wenn ich der Osterhase wär…
Gedichte

Doch ich bin kein Osterhase,
habe keine rosa Nase,
hab kein Fell und bin nicht schnell.
Hab zwei Beine und nicht vier,
bin ein Mensch, kein Hasentier.
Male keine Eier an,
und verstecke sie sodann.
Kann nicht hoppeln, kann nicht flitzen,
nicht am Feld in Rillen sitzen.
Doch am Ostersonntagmorgen,
vergess ich meine Hasensorgen.
Möchte nicht mehr länger warten,
lauf hinaus in unsern Garten.
Suche hinter Bäumen, Hecken,
wo die Osternester stecken.
Hab ein Schokoei entdeckt!
Ach, wie gut mir dieses schmeckt.
Fressen Hasen nicht Salat?
Grünzeug, Möhren und Spinat?
Wie arm doch Osterhasen sind –
Da bin ich lieber doch ein Kind.
© Berta Berger 2007

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