
Inneren, dass es einst einmal etwas gegeben
hatte, das zu verlieren eine unersetzliche Lücke in ihrem Leben bedeutete.
So kam Maxima öfter zu Besuch, als die anderen zwei Enkelkinder und Rosa erzählte ihr von dem Rot der Rosen, von dem Orange eines Sonnenunterganges, von dem Pink, das ihr Kleid bei ihrer Verlobung gehabt hatte und von den vielen verschiedenen Farben des Herbstlaubes.
„Es muss herrlich gewesen sein. Vermisst du das nicht?“, fragte Maxima einmal.
„Doch, mein Kind! Mein größter Wunsch wäre noch einmal all diese Pracht zu sehen, bevor ich sterbe“, sagte daraufhin Rosa und in ihrem Gesicht konnte man erkennen, dass sie nicht viel Hoffnung hatte.
Eines Tages beschloss Rosa den Dachboden
auszuräumen. Vielleicht würde sie alte Fotografien finden, oder ihr Verlobungskleid, von dem sie Maxima erzählt hatte.
Es war dunkel dort oben. Eine feine Staubschicht bedeckte die Kisten: hellgrauer Staub auf grauem Untergrund und es roch modrig. Rosa schaltete die Taschenlampe ein und öffnete die erste Schachtel. Da war Veras Taufgewand! Fast weiß, nur ein leichter Grauschleier. Fotos von der Taufe, Veras Kindergartenzeit und ihrem ersten Schultag.
Das Betrachten der Schwarzweißbilder machte Rosa traurig, wusste sie doch, dass sie für diese besonderen Anlässe immer einen teuren Farbfilm gekauft hatten.
Sie stülpte den Deckel auf die Schachtel. Die würde sie später mit hinunter nehmen. Maxima würde sicher wissen wollen, wie ihre Mutter als kleines Mädchen ausgesehen hatte. Dann wandte sie sich der großen Kiste zu, die neben