Einst lebte einmal ein junger Bauernbursch. Der war so arm, dass sogar die Mäuse aus seiner Hütte ausgezogen waren, weil es nichts zu essen gab.
Das einzige, was ihm sein Vater vererbt hatte, war ein Schweinchen. Zuerst war es noch zu klein zum Schlachten und danach hatte der Bursche das Schweinchen lieb gewonnen, denn es war seine einzige Gesellschaft.
Eines Tages plagte den jungen Mann wieder einmal besonders der Hunger. Alle seine Vorräte hatte er bereits aufgebraucht, da sagte er zu dem Schwein: „Es tut mir sehr leid, aber nun bleibt mir nichts anderes übrig, als dich am Markt zu verkaufen. Ich weiß nicht, wovon ich leben soll, da kann ich dich nicht auch noch durchfüttern. Schlachten kann ich dich nicht, auch wenn ich verhungern müsste.“

Das Glücksschwein
Märchen
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Da hob das Schwein seinen Kopf und schubste ihn an den Händen, als hätte es die Rede des Jungen verstanden.
Gleich am nächsten Morgen machte sich der junge Bauer mit seinem Schwein auf den Weg in die Stadt, um das Tier am Markt zu verkaufen und für Geld das Allernotwendigste zum Leben zu erwerben.
Bald hatte sich ein Käufer gefunden. Der Mann freute sich schon auf den Schinken, den Speck und die viele Wurst, die er aus dem Schwein machen wollte.
„Ihr werdet es doch nicht schlachten?“, fragte der Bursche besorgt.
„Was glaubst du denn? Ich werde ihm eine goldene Krone aufsetzten und ihn in meinem Bett schlafen lassen“, sagte der Mann spöttisch. Der Bauernbursch war aber ein wenig einfältig und glaubte dem Mann.
Er dachte sich: „Da wird es meinem Schwein gut gehen. Es bekommt mehr,

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