
Einst lebte ein reicher Mann, dessen Streben war es, noch mehr Reichtum anzuhäufen. Eines Tages kam der Mann gerade aus der Stadt, wo er ein erfolgreiches Geschäft abgeschlossen hatte und traf unterwegs auf einen Bettler.
„Was treibst du dich mitten auf dem Weg herum und hältst anständige Leute auf. Troll dich und geh zu deinesgleichen!“
„Mein Herr! Habt doch Mitleid! Meine Kinder haben schon seit Tagen nichts mehr gegessen.“
„Was scheren mich deine Kinder! Und jetzt lass mich durch!“, herrschte ihn der Reiche an, stieß den Bettler zur Seite und ging seines Weges.
Der rief ihm nach: „Du solltest einmal auf den heiligen Berg gehen. Dort findest du, was du brauchst!“
Der andere hatte die Worte wohl vernommen, gab aber nicht viel auf das Gerede. Doch in den nächsten Tagen hörte er immer wieder die Worte des armen Mannes und sogar des Nachts träumte er von ihnen. Da geriet der Reiche ins Grübeln. Was, wenn es auf dem heiligen Berg unermessliche Schätze gab. Gold und Edelsteine! Je länger er darüber nachdachte, desto größer wurde der Schatz in seinen Gedanken. Er sah sich bereits als den reichsten Mann der Welt.
Schließlich wollte er sich nicht mehr mit seinen Träumen zufrieden geben und er machte sich fertig, um auf den heiligen Berg zu gehen.
Er nahm nur das Notwendigste mit, trotzdem waren drei Packesel voll beladen, als er aufbrach. Auf zweien hatte er Werkzeug und dergleichen, der dritte trug das Proviant, seine Kleidung und ihn selbst.
Die Reise war mühsam und die Esel mussten sich recht plagen. Der reiche Mann hatte