
Da ließ sich Josef von Johann in den Wald führen. Sie liefen immer weiter, waren bald an Stellen angelangt, die sie vorher noch nie gesehen hatten und es dauerte nicht lange, bis sie jegliche Orientierung verloren.
„Ich habe Hunger! Wir hätten etwas zu essen mitnehmen sollen“, sagte Josef. „Es gibt hier doch genügend Beeren, Wurzeln und Pilze, die wir uns schmecken lassen können“, meinte Johann und wollte sich eine schwarze Beere in den Mund schieben. Doch der andere hielt ihn zurück. „Du weißt, was Vater gesagt hat! Sie könnte giftig sein! Lieber hungere ich noch eine Weile, bevor ich etwas esse, was ich nicht kenne.“
Diesmal hörte Johann auf seinen Bruder und so marschierten sie weiter in den Wald hinein. Das Vorankommen war jetzt schon mühsam,
denn sie mussten sich ihren Weg durch dichtes Gewächs bahnen. Sie zerrissen sich die Hemden und zerkratzten sich Arme und Beine an den Dornen und Zweigen, doch zurück konnten sie nun auch nicht mehr.
Endlich kamen sie an eine kleine Lichtung. Erschöpft ließen sie sich nieder und blickten zum Himmel. Es war schon finster geworden und trotz der hohen Bäume ringsum konnten sie einige wenige Sterne sehen.
„Vater wird sich bestimmt Sorgen machen!“, sprach Josef.
„Wahrscheinlich! Ich habe die Lust auf die Waldgeister verloren!“, sagte der andere.
„Dann lass uns doch umkehren!“, meinte Josef.
„Ich bin müde und hungrig. Außerdem ist es Nacht. Da finden wir den Weg sowieso nicht!“, entgegnete der andere und kaum hatte er ausgesprochen, fielen ihm schon die Augen zu und er war tief und fest eingeschlafen.
Josef war genauso erschöpft, wie sein Bruder.