Jojo schüttelte benommen seinen Kopf. Von seinen rotblonden kurzen Haaren sprühten Schweißtropfen.
Die Gegend kam ihm vage bekannt vor, nur konnte er sich nicht erinnern, wie er hierher gekommen war.
Jojo, der eigentlich Josef hieß, aber nur von seinen Eltern so genannt wurde, lag auf einem Feldweg. Er rollte sich auf die Seite und stützte sich auf. Ein Frösteln schüttelte seinen mageren Körper. Erst jetzt bemerkte er, dass sein Oberkörper nackt war. Seine Augen weiteten sich vor Entsetzen, als er auf seiner Brust eingetrocknete Blutflecken entdeckte. Sie bildeten ein abstraktes Muster auf seiner Haut, das sich auf seiner Hose fortsetzte. Vorsichtig horchte er in sich hinein, um festzustellen, ob er verletzt war.

Tod im Kornfeld
Spannung
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Aber abgesehen von den bohrenden Kopfschmerzen konnte er nichts feststellen. Woher kam dann das ganze Blut? Denn dass es Blut war, daran zweifelte er keinen Augenblick. Was hatte er gestern getan? Er zwang sein Gehirn zum Arbeiten, nachzudenken, kramte in seinem Kopf nach Anhaltspunkten. Er zwang sich trotz der Schmerzen dazu.
Jojo lehnte sich noch einmal zurück und versuchte zur Ruhe zu kommen. Er atmete ein paar Mal tief ein und aus. Da lichtete sich plötzlich der Nebel im Kopf und es hallten gellende Schreie in ihm wider. Vor seinen geschlossenen Augenlidern tanzten rote Schleier, pochend und wallend, wie ein menschlicher Pulsschlag.
Er rappelte sich hoch und setzte einen Fuß vor den anderen. Eins, Zwei, Eins, Zwei, immer weiter, im Takt nach einer Melodie, die er vor sich hersummte. Und da, ohne jede Anstrengung, wusste er, wo er war.

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