Sie wusste genau, was zu tun war. Während der Zugfahrt rechnete sie mit keinen Schwierigkeiten. Achtgeben musste sie in Paris. Dort würde sie sich mit Erwin an einem vereinbarten Ort treffen. Wichtig war, dass ihr niemand folgte. Tagelang hatte Erwin mit ihr trainiert, wie man einen Verfolger erkannte und wieder los wurde. Das war ihr gehörig auf die Nerven gegangen. Sie hatte sich diesen Auftrag spannender vorgestellt. Aber als sie das Erwin gegenüber einmal erwähnte, hatte er nur mit den Schulten gezuckt und gesagt: „Vielleicht kommt es dir langweilig vor, aber ich würde nicht mehr vor dir stehen, wenn ich diese Tricks selbst nicht befolgen würde.“

Damit war die Sache für ihn erledigt und er machte weiter mit seinen Ausführungen,

Der Tag in Paris
Spannung
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bis jedes Wort, das er sagte, in Katrins Gedächtnis haften geblieben war.

Die Nacht verlief ereignislos, so wie sie gedacht hatte. Einmal war sie aus ihrem ohnehin seichten Schlaf aufgewacht, als jemand an ihrer Abteiltür rüttelte. Ihre Hand war automatisch unter das Kopfkissen geglitten und hatte die Pistole hervorgeholt, die sie dort für alle Fälle deponiert hatte. Erwin wäre stolz auf sie gewesen. Aber der Lärm stammte von einer alten Frau, die ihr Abteil nicht gefunden hatte. Katrin hörte, wie der Schlafwagenschaffner mit ihr sprach und sie zu ihrem Platz zurückgeleitete. „Gott sei Dank habe ich abgeschlossen. Wer weiß, wie ich reagiert hätte, wenn diese Frau plötzlich vor mir gestanden wäre“, dachte Katrin. Dabei überlief sie ein Frösteln und sie bekam Angst vor ihren eigenen Fähigkeiten.

 

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