Es fehlte nicht viel, dann hätte mich der verdammte Audi gerammt.
Nicht, dass es mir um meine Rostschüssel leid gewesen wäre, im Gegenteil. Ich wollte mir ohnehin einen neuen Wagen zulegen und hätte einen Zuschuss von der Versicherung gut brauchen können. Bloß heute war der Zeitpunkt ungünstig. Es lag in meinem Interesse, war sogar überlebenswichtig, dass ich mich unauffällig verhielt. Unsichtbar, am besten. Auf jeden Fall so, dass mich die Polizei nicht aufhielt.
Ich gehöre nicht zu den Menschen, die pedantisch jede Regel befolgen. Ich lasse auch mal fünf gerade sein, fahre manchmal bei dunkelorange über die Kreuzung und mehr als einmal bin ich über den Bahnschranken gesaust, obwohl die Signalanlage noch,

Viel Lärm um nichts
Spannung
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oder schon Rot war.
Doch heute hielt ich mich akribisch an jede Geschwindigkeitsbegrenzung, nahm keinem die Vorfahrt oder fuhr zu dicht auf, denn in meinem Kofferraum befand sich etwas, das nicht mir gehörte. Es war weder geborgt, noch ein Geschenk. Es war schlicht und einfach Diebesgut.
Nein, ich war kein Dieb, normalerweise.

Der Audi reihte sich schlingernd vor mir ein. Haarscharf an meiner Fahrertür vorbei. Dann gab der Idiot Gas und zog davon.
Die Erleichterung trieb mir den Schweiß aus den Poren. Vielleicht kam der auch vom Adrenalinausstoß. Möglicherweise lag es auch daran, dass es draußen 28°C und mein alter Kübel keine Klimaanlage hatte. Jedenfalls war mein Hemd durchgeschwitzt, obwohl die Fenster heruntergekurbelt waren. Bisher hatte der Fahrtwind ausgereicht,

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